Deutschlandsemesterticket: Neue Entwicklungen für Studierende an der BTU

Das Studierendenparlament hat die Einführung des Deutschlandsemestertickets beschlossen, was dies konkret bedeutet und wie es zu der Entscheidung kam erfährst du hier.

Bitte richtet alle Anfragen zum Semesterticket an semesterticket@stura-cottbus.de

Einigung auf deutschlandweites Semesterticket im Solidarmodell:

Am 27. November erzielten Bund und Länder eine bahnbrechende Einigung zur Einführung des Deutschlandsemestertickets. Die konkrete Umsetzung variiert jedoch je nach Bundesland.

Relevante Informationen für Studierende der BTU Cottbus-Senftenberg

Bereits am 05. Dezember hat das Studierendenparlament der BTU sich darauf geeinigt, das Deutschlandsemesterticket an unserer Universität einzuführen. Wir sind damit eine der wenigen Universitäten, die das Deutschlandsemesterticket, vorbehaltlich eines annehmbaren Vertrages mit dem VBB, bereits im Sommersemester 2024 begrüßen können.

Mit diesem Ticket seid Ihr in der Lage, wie auch mit dem Deutschlandticket, bundesweit in verschiedenen Verkehrsmitteln unterwegs zu sein. Für Euch bedeutet das zunächst: Wenn ihr im Präsenzstudium an der BTU immatrikuliert seid, werden bei Eurer Rückmeldung für das Sommersemester 2024 zusätzlich 176,40€ (also 29,40€ auf 6 Monate) für das bundesweite Semesterticket im Solidarmodell gefordert. Ab April werdet Ihr dann in der Lage sein, das bundesweite Semesterticket zu nutzen.

Ihr sollt automatisch hierzu berechtigt sein, ohne ein Abonnement abschließen zu müssen. Das Ticket gilt für alle Studierenden der BTU Cottbus-Senftenberg, wobei es einige Befreiungsgründe geben wird (z. B. Studierende mit Behinderungen oder im Auslandssemester). Die genauen Befreiungsgründe sind noch nicht abschließend geklärt, jedoch wird das einfache Nichtnutzen des Tickets nicht als Befreiungsgrund akzeptiert.

Wir erwarten, im Januar mehr zu diesen Fragen zu wissen.

Noch ist unklar, wie die genauen Vertragskonditionen zum Deutschlandsemesterticket aussehen sollen, es liegt uns aber ein Vertragsentwurf vom VBB vor. Das Deutschlandsemesterticket soll voraussichtlich als digitale Lösung zur Verfügung gestellt werden. Fakt ist, dass der Preis des Semestertickets an den Preis des Deutschlandtickets gekoppelt ist. Er beträgt 60% des Deutschlandticketpreises. Der Preis von 29,40€ monatlich im Sommersemester ist uns allerdings garantiert, unabhängig des Deutschlandticketpreises.

Eine Preiserhöhung zum Wintersemester 2024/25 und darüber hinaus ist aber durchaus möglich. In diesem Falle könnte es erneut eine Diskussion um die Zukunft des Semestertickets geben. Solche Preiserhöhungen müssen aber auf jeden Fall frühzeitig (etwa 4 Monate im Vorraus) bekannt gegeben werden, denn sonst gilt der niedrigere Preis für das komplette Semester. Weiterhin kommen Preiserhöhungen mit einem außerordentlichen Kündigungsrecht des Semesterticketvertrages.

Dennoch sind wir froh, für das Sommersemester einen Konsens gefunden zu haben. Sobald Klarheit zum Prozess herrscht, werden wir uns erneut an euch wenden.

Entscheidungsfindung zur Einführung des Deutschlandsemestertickets

Im Dezember 2022 wurde aufgrund der Einführung des Deutschlandtickets und der daraus resultierenden rechtlichen Auswirkungen beschlossen, das VBB-Semesterticket nicht weiterzuführen. Bereits zu diesem Zeitpunkt hatten Studierendenschaften und Landesstudierendenvertretungen eine Forderung für ein bundesweites Semesterticket für einen sozialverträglichen und kostengünstigen ÖPNV für Studierende erarbeitet.

Die Entscheidung, das VBB-Semesterticket nicht fortzuführen, führte zu einer Untersuchung der veränderten Mobilitätsbedingungen unserer Studierenden, die schließlich im Juli zu einer Mobilitätsumfrage führte. Die Ergebnisse wurden im Studierendenrat, im Studierendenparlament und mit der Hochschulleitung intensiv diskutiert, und es wurde klar, dass Handlungsbedarf besteht.

Nachdem bei der Verkehrsministerkonferenz von Bund und Ländern keine Ergebnisse zum Deutschlandticket und zum bundesweiten Semesterticket erzielt wurden, wurde über die Brandenburgische Landesstudierendenvertretung (BRANDSTUVE), sowie fast alle anderen Landesstudierendenvertretungen ein erneutes Forderungsschreiben an die Ministerpräsidentenkonferenz gesendet. Dieses führte schließlich dazu, dass sich der gebildete Koordinierungsrat von Bund und Ländern für die Einführung des nun als "Deutschlandsemesterticket" bekannten Tickets zum Sommersemester 2024 aussprach.

Die Umsetzung gestaltet sich jedoch als herausfordernd, da formale Fristen eingehalten werden müssen (wie zum Beispiel die Beitragsordnung für die Zulassung von Studierenden), und der Vertrag der erst auf Bundesebene und anschließend auf Landesebene erarbeitet werden muss.

Die Studierendenvertretung der BTU hatte sich bereits im Vorfeld positiv zu einem bundesweiten Semesterticket geäußert, da dies die rechtlichen Bedenken, die mit dem VBB-Semesterticketvertrag und der Einführung des Deutschlandtickets verbunden waren, aus dem Weg räumt.

Durch eine sehr gute Zusammenarbeit mit der Hochschulleitung und Hochschulverwaltung gelang es schließlich, die Einführung des Deutschlandsemestertickets und die dazugehörige Beitragsordnung fristgerecht im Studierendenparlament zu beschließen. Dies erfolgte unter der Bedingung, dass ein annehmbarer Vertrag mit dem VBB abgeschlossen wird. Sollte dieser Vertrag nicht zustande kommen oder für uns als Studierendenvertretung nicht annehmbar sein, ermöglicht die aktuelle Beitragsordnung die Rückerstattung der eingezogenen Gelder.

Zeitplan für die Einführung des Deutschlandsemestertickets

Bisheriger Zeitplan

27.11.2023 Einigung von Bund und Ländern zur Einführung des Deutschlandsemestertickets im Solidarmodell.
28.11.2023 Erste Gespräche mit der Hochschulleitung und Hochschulverwaltung. Das Meinungsbild im Studierendenparlament zur Einführung ist grundsätzlich positiv.
05.12.2023 Beschluss zur Einführung des Deutschlandsemestertickets im Studierendenparlament, abhängig von akzeptablen Konditionen im Vertrag mit dem VBB. Entsprechender Beschluss der Beitragsordnung, um formale Prozesse zur Zulassung von Studierenden zum Studium zu ermöglichen. Die Beitragsordnung sieht auch eine Rückerstattung vor, falls der Vertrag mit dem VBB nicht zustande kommt.
12.12.2023 Erhalt eines ersten Arbeitsstandes des Vertragsentwurfs vom VBB.
13.12.2023 Veröffentlichung der Beitragsordnung im Amtsblatt
20.12.2023 Beratung aller Brandenburger Studierendenschaften über den Vertragsentwurf.

Zukünftiger Zeitplan

Januar 2024 Urabstimmung
Februar 2024 Einigungen und Vertragsunterzeichnung mit dem VBB. (so zumindest der Plan)
01.04.2023 Vertragsbeginn und Einführung des Deutschlandsemestertickets.